Engagement im Natur- und Artenschutz
Wichtiger denn je: Der Zoo als Informationszentrum für Natur- und Artenschutz
In Form von Beschilderung wird in vielfältiger Weise auf die Bedrohung von Tierarten und Lebensräumen hingewiesen. Menschen zu informieren und wachzurütteln ist eine Sache, etwas tun eine andere. Hier besteht auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Zoos in ganz Europa, sogar weltweit (Mitgliedschaften des Zoo am Meer in der EAZA, European Association of Zoos and Aquaria und WAZA, World Association of Zoos and Aquaria).
So wird versucht, von der Ausrottung bedrohter Tierarten durch im Rahmen von nationalen und internationalen Programmen durch koordinierte Nachzucht zu erhalten, z.B. durch Europäische Erhaltungszuchtprogramme (EEP, European Endangered Species Programme) und internationale Zuchtprogramme (ESB European studbook) und ISB (International Studbook).
Sind entsprechende Lebensräume vorhanden, werden Nachzuchttiere für Auswilderungsprojekte zur Verfügung gestellt. Die Nachzucht nicht gefährdeter Tierarten vermeidet weitgehend den Fang wildlebender Vertreter dieser Arten.
Mitgliedschaft im EEP für
- Weißgesichtseidenaffen
- Humboldtpinguine
- Eisbären
Mitgliedschaften in Zuchtbüchern für
- Basstölpel
- Keas
- Schimpansen
- Südamerikanische Seelöwen
Neben der Zucht von bedrohten Tierarten in zoologischen Gärten ist es noch wichtiger, einen Beitrag zu leisten, dass Tierarten in freier Wildbahn erst gar nicht aussterben und die Ursachen der Bedrohung direkt vor Ort bekämpft werden.
Projekte, die unterstützt werden:
1. Hilfe für Humboldtpinguine
Weltweit gibt es an den Küsten von Chile und Peru nur noch ca. 12.000 Brutpaare der Humboldtpinguine. Diese Art ist vom Aussterben bedroht.
2. Hilfe für Schimpansen
Eine Initiative zur Rettung der Schimpansen und der Regenwälder Westafrikas
3. Hilfe für wasserlebende Säugetiere Südamerikas
yaqu pacha wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas zu schützen und deren Lebensräume zu erhalten. Noch sind hier Wale, Delfine, Otter, Robben und Seekühe zahlreich beheimatet. Doch Umweltverschmutzung, Regenwaldrodung, Treib- und Stellnetze gefährden das sensible Ökosystem.


