Forschung im Zoo
Wichtige Erkenntnisse zum Wohl der Tiere im Zoo und in freier Wildbahn
Neben dem Engagement in Bereich Bildung und Natur- und Artenschutz ist die Forschung für Zoos in der weltweiten Zoogemeinschaft WAZA verpflichtend.
Viele Aspekte der Biologie und Tiermedizin können bei Wildtieren in menschlicher Obhut besser bearbeitet und verstanden werden als im Freiland. Fundierte Kenntnisse über Fortpflanzung, Verhalten, Gruppendynamik, Parasitologie, Haltung und medizinische Maßnahmen sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht und die Sicherstellung von Reservebeständen. Auch Maßnahmen zur Bestandssicherung in freier Wildbahn können so beurteilt und durchgeführt werden.
Dieses Wissen wird im Rahmen von wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie in internationalen computergestützten Datenbanken gespeichert (z.B. ZIMS - Zoological Information Management System), so dass alle Zoos und Aquarien weltweit darauf Zugriff haben und diese Erkenntnisse als Basis für die eigene Arbeit nutzen können.
Damit ist das Forschungspotential der Zoos und Aquarien enorm. Es ist beeindruckend, wie viel Wissen bereits in den vergangenen 100 Jahren der neueren Zoo- und Aquariengeschichte erworben wurde, aber wir benötigen noch viel mehr. Ethisch vertretbare und erfolgreiche Forschungsprojekte stellen aktive Beiträge zur Erhaltung natürlicher Vielfalt und des Wohlbefindens der Tiere dar.
Daher bietet der Zoo am Meer universitären Einrichtungen sowie anderen wissenschaftlich tätigen Institutionen und Personen immer wieder vielfältige Möglichkeiten eigene Forschungstätigkeiten durchzuführen. Es gibt eine Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten, mit wissenschaftlichen Instituten, wie z.B. dem Institut für Zoo – und Wildtierforschung in Berlin.
Im Zoo am Meer entstanden auch bereits zahlreiche zoobiologische und veterinärmedizinische, aber auch freizeit- und sozialwissenschaftliche Semester-, Examens-, Bachelor- und Masterarbeiten. Die "Verhaltensstudie beim Eisbären (Ursus maritimus)“, die neuen Erkenntnisse über die „Visuelle Diskriminationsleistung von Seehunden (Phoca vitulina)“, eine Arbeit über das Paarverhalten von Humboldt-Pinguinen (Spheniscus humboldti) oder auch die Untersuchungen zur "Puzzlebox als Futteranreicherung bei Krallenaffen (Callithrix geoffroyi)", sie alle bilden kleine und wichtige Teile eines riesigen Wissenschaftsmosaiks. Nicht nur die Tiere im Zoo, auch die Menschen im Zoo waren schon häufig Bestandteil wissenschaftlicher Arbeiten, wie z.B. die Magisterarbeit „Außerschulische Lernorte, speziell Zooschule Zoo am Meer“ oder die „Simulation der Besucherströme im Zoo am Meer“ als Semesterarbeit.
Forschung lebt vom Austausch des Wissens und der Zoo am Meer diente bereits als idealer Austragungsort wissenschaftlicher Tagungen und wird auch zukünftig nach seinen Möglichkeiten dafür bereitstehen.
Der Zoo am Meer unterstützt den Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Zootier-, Wildtier- und Exotenmedizin der Deutschen Gesellschaft für Zootier-, Wildtier- und Exotenmedizin (Fachgruppe der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V.).
Forschung / Lehre
2011
2010
2009
Dozenten: Prof. Dr. Michael Böer, Dr. Joachim Schöne, Dr. Hubertus Müller
Vorlesungen und praktische Übungen
06.-07.11.2009 Allgemeine und spezielle Tiergartenbiologie
20.-21.11.2009 Allgemeine und spezielle Zootiermedizin
2008
Dozenten: Prof. Dr. Michael Böer, Dr. Joachim Schöne
Vorlesungen und praktische Übungen
28.-29.11.2008 Allgemeine und spezielle Tiergartenbiologie
2007
Semesterarbeit (Hochschule Bremerhaven) von Friederike Kostur, Björn Meier und Stefanie Schumacher mit dem Titel "Pricing Mini Project: Zoo am Meer Bremerhaven"
2006
Schriftliche Hausarbeit im Fach Biologie (Bayrische Julius-Maximilians-Universität Würzburg) von Juliana Löser mit dem Titel "Vergleich von homosexuellen und heterosexuellen Humboldtpinguinpaaren im Zoo am Meer Bremerhaven"
2005
Hausarbeit zur ersten Staatsprüfung (Universität Bremen) von Enne Wendemuth
mit dem Titel: "Außerschulische Lernorte: Speziell Zoo am Meer in Bremerhaven"
Projektarbeit (Hochschule Bremen) von Yvonne Dartsch und Janine Kunz mit dem Titel "Verhaltensstudie beim Eisbären (Ursus maritimus)"
Anfang November 2005 fanden sind über 80 Zootierärzte zur 25. Tagung der Zootierärzte im deutschsprachigen Raum im Zoo am Meer zusammen. Ein Schwerpunkt der Tagung war die Narkose und Behandlung von Robben.



