Entwicklungen des Zoos
Die Zoobauten und Zoogehege haben in den letzten Jahrzehnten in allen
Zoos eine große Entwicklung erfahren. Die Käfige und Dioramen des 20.
Jahrhunderts sind von großen Naturanlagen abgelöst worden. Waren in den
70er Jahren in vielen Zoos die Direktoren stolz auf den sichtbaren
Schalbeton in ihren Anlagen, war gerade dieser Schalbeton in den 90er
Jahren eher ein Schandfleck und man versuchte, mit natürlichen
Dekorationsmaterialien diesen wieder unsichtbar zu machen.
Der Trend in
der Zoolandschaft ging und geht zu großzügigen und naturnahen
Biotop-Anlagen, in denen die Tiere ein möglichst breites Spektrum ihres
natürlichen Verhaltensmusters ausleben können. Nicht nur das Tier steht
im Mittelpunkt, sondern das Tier in seinem Lebensraum.
Über die Haltung
so genannter „Flaggschiff-Tiere“ in Zoos wird auf die Problematik der
Umweltzerstörung und damit auch Lebensraumzerstörung hingewiesen. Die
Darstellung ökologischer Zusammenhänge wurde ein weiteres Ziel. Das
fordert aber auch von den Besuchern ein Umdenken. War das Tier in den
alten, kleinen Zooanlagen immer direkt im Sichtbereich der Besucher,
können sich die Tiere in den modernen großzügigen Anlagen auch einmal
zurückziehen. Aber nur in solchen Anlagen ist Zootierhaltung heute noch
zu rechtfertigen.
